Neunte Rauhnacht - Verzeihen

 Nicht zu verzeihen ist, als ob man Rattengift trinkt - und dann darauf wartet, dass die Ratte stirbt. Anne Lamott

 

Was macht das "Verzeihen" mit uns selbst? Ich empfinde es als überwinden, aber auch akzeptieren einer Enttäuschung über das Verhalten von jemandem oder auch mir selbst. Nebst dem Annehmen und Überwinden gehört unbedingt das Akzeptieren mit dazu. Akzeptieren heisst nicht, das ich etwas gutheissen muss. Ich kann unter Umständen sogar verzeihen und trotzdem auf eine Strafe beharren oder den anderen nicht einfach davonkommen lassen. 

Wenn ich mich ärgere, mich gekränkt fühle oder sogar am Grollen bin, dann schade ich damit nur mir selbst. Nicht selten folgen nebst den unguten Gefühlen auch gesundheitliche Probleme. Wenn ich vergebe tue ich vor allem mir selbst viel Gutes. Manchmal ist es fast schwieriger sich selbst etwas zu verzeihen. Sei es, weil etwas nicht nach Plan verlaufen ist, oder weil ich eine Charaktereigenschaft an mir nicht mag. Oftmals versuchen wir sogar unsere vermeintlich unliebsamen Charakterzüge vor den anderen zu verbergen - wir verstecken uns hinter einer dicken Maske.

Ich persönlich finde Masken sollte man nur zum Karneval tragen und genau dort bin ich heute anzutreffen.
Heute feiert man in Türmliwil (Büren an der Aare) Neujahr und ich werde mit meiner Gruppe am Umzug mitmachen.

 

Ich wünsche euch ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

 

Empfehlung Räucheressenzen: Johanniskraut, Lorbeer, Wachholder, Holunder, Lavendel 

 

Bild: Räucherritual mit dem Thema "Verzeihen" an einer wunderschönen Feuerstelle