Segen und Abschluss der Rauhnächte

Heute ist die Dreikönigsnacht. Ein Nacht die viele Bräuche hat.

So gehen zum Beispiel vielerorts, v.a. in den katholischen Gebieten, die Sternensinger von Tür zu Tür und malen mit Kreide die Segensbitte C+M+B mit der jeweiligen Jahrzahl an die Türbalken der Häuser. Dieser Brauch ist eindeutig auf die Christianisierung zurückzuführen. Er deutet auf die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. 

 

Anderes Brauchtum übermittelt, dass spätestens am 6. Januar die Weihnachtsdeko und der Christbaum weggeräumt sein sollten. Dies kommt wohl daher das man früher daran glaubte, dass in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar die bösen Geister der Vergangenheit besonders gut vertrieben werden könnten. So besagt den auch ein alter Brauch, dass man in dieser Nacht unbedingt alle Fenster eine Zeitlang öffnen und die bösen Geister raus und die guten reinlüften sollte.

In dieser Nacht soll eine Reinigung der Wohnung (und auch von sich selbst) eine besondere Qualität haben.

 

In den Alpen feiert man heute noch sogenannte Perchtenumzüge. An diesen Umzügen wird nach heidnischem Brauchtum das Böse vertrieben. Das Fest findet zum Gedenken an die Sagengestalt Perchta statt. Die keltische Perchta entspricht in Mitteldeutschland der Frau Holle und ist vielen von uns sicherlich ein Begriff. Frau Holle ist wohl auch der Grund warum vielerorts an diesen Perchtenumzügen warmer Holundersirup ausgeschenkt wird. Der Holunderstrauch ist der Frau Holle geweiht und möglicherweise stammt sogar der Name daher.

 

So ergeben den auch die Rauhnächte in einem grossen Ganzen einen Zusammenhang und ich war bei meinen Recherchen selbst erstaunt, wo überall auf der Welt die Rauhnächte bewusst oder unbewusst gefeiert werden. Einen Grund mehr sich solch altem Brauchtum wieder bewusst zu werden und das Wissen zu erhalten.

Ab Morgen geht's dann auch nach altem Brauch los mit dem neuen Jahr. Ich wünsche auch ein gesegnetes neues Jahr und freue mich auf viele wertvolle und lehrreiche Begegnungen.

 

Bild: Holunderblüte