Vor kurzem habe ich ein Buch gelesen, das sich mit „Arigato“, dem japanischen Wort für „Danke“, auseinandersetzt. Schnell wurde mir klar, dass Arigato viel mehr als nur eine Höflichkeit ist.
Arigato ist ein Lebensgefühl, eine Haltung, die Wertschätzung, Respekt und Achtsamkeit in jedem Moment trägt. Das Buch hat mich inspiriert und mir gezeigt, wie bewusstes Danke-Sagen die Kraft zur
inneren Transformation entfalten kann.
Besonders berührend fand ich, dass Arigato nicht nur für schöne Momente und positive Ereignisse gilt, sondern auch für Situationen, die wir als herausfordernd, störend, lästig oder traurig empfinden. Arigato lädt dazu ein, das Leben in seiner Gesamtheit zu erkennen, mit allen Höhen und Tiefen. Es ist eine Haltung, die den Blick aufs Wesentliche richtet und gleichzeitig Räume öffnet, in denen Ruhe und Wertschätzung entstehen können. Ein Ankommen im Jetzt.
Arigato liegt nicht in Ritualen verborgen und muss nicht mühsam gesucht werden. Das aufmerksame Wahrnehmen dessen, was ist, reicht meist aus. So kann jeder Moment ein Ausdruck von Dankbarkeit
werden – sei es beim bewussten Atmen, Zuhören oder beim Wahrnehmen der eigenen Gefühle. Diese Achtsamkeit mag auf den ersten Blick fein und subtil wirken, ist jedoch sehr nachhaltig. Sie öffnet
den Blick für die kleinen Wunder des Alltags und kann das Gefühl von Verbundenheit stärken. Oder wie meine Freundin sagt: „Ich stelle mir öfters am Morgen die Frage: ‚Was wäre, wenn du hier
bereits im Paradies bist?‘ und lebe den Tag dann genau mit diesem Fokus.“
Arigato entsteht aus einer inneren Haltung und einem Respekt gegenüber Menschen, Situationen und auch dem eigenen Erleben. Man könnte sagen: Arigato besteht darin, das Leben anzuerkennen, ohne zu bewerten oder zu verdrängen.
Seit dem Lesen dieses Buches nehme ich mir im Alltag noch viel bewusster kleine Momente, um mein Bewusstsein zu schärfen. Jede bewusste Anerkennung formt mein neues Lebensgefühl. Seither versuche ich, Dankbarkeit und Achtsamkeit nicht nur zu denken, sondern auch zu leben.
Und ja, es klappt nicht immer. Manchmal stolpere ich über meine eigenen Füsse, statt über die Dankbarkeit. Was soll’s... Üben ist erlaubt! Arigato leben bedeutet, dass ich trotzdem weitermachen darf und jeden Moment als Geschenk wertschätzen kann. Vielleicht sollte man das in den chaotischen Momenten sogar noch bewusster tun.
