Selbstgespräche, gleichzeitig senden und empfangen

Mit  dir selbst zu sprechen braucht eine ganz besondere Voraussetzung: einen gesprächsbereiten Gesprächspartner. Also … dich.

 

Das mag im ersten Moment wie ein Witz klingen, ist aber erstaunlich ernst gemeint. Wenn nämlich eine Seite in diesem Dialog nicht zuhören will, wird es schwierig. Ja, man kann sich tatsächlich selbst ignorieren und das passiert öfter, als man denkt.

Vielleicht kennst du das: Du stellst dir innerlich eine einfache Frage, und plötzlich wird es still, oder du wechselst elegant das Thema. Auch rasch eine Ausrede zu finden, warum der Moment gerade nicht passt, ist eine beliebte Möglichkeit, sich selbst zu ignorieren.

 

Ein echtes Selbstgespräch ist vieles, aber sicher kein Smalltalk. Es ist ein ehrlicher Austausch ohne Fluchtmöglichkeit, ausser du lenkst dich bewusst ab. Wenn du mit dir selbst sprichst, passiert mehr als nur Denken. Du begegnest dir selbst, ungefiltert, ohne Rolle, ohne Maske. Im Grunde etwas sehr Kraftvolles. Oder anders gesagt: Bewusstsein. Nicht laut und dramatisch, sondern still und klar.

Oft wird es genau da unbequem. Sobald du ehrlich mit dir selbst sprichst, wird es schwierig, alles auf die Umstände oder andere Menschen zu schieben. Plötzlich merkst du: Ein Teil davon liegt bei dir. Verstehe das bitte nicht als Vorwurf, sondern als Einladung. Selbstverantwortung bedeutet nicht, perfekt zu sein, sondern Selbsterkenntnis und oft auch Heilung oder persönliches Wachstum.

Und klar: Selbstgespräche dürfen auch leicht sein. Schliesslich musst du dich nicht selbst verhören. Manchmal reicht ein inneres Schmunzeln. Humor öffnet bekanntlich Türen; vielleicht sogar die zu uns selbst.

Versuche, mit dir selbst so zu sprechen, wie du mit deinem besten Freund sprechen würdest: klar, ehrlich, aber nicht verletzend. Und ja, manchmal darf man sich bewusst Zeit nehmen, um dieses Gespräch zu führen.

 

Manchmal reichen die Gespräche mit dir selbst jedoch nicht aus. Nicht, weil du etwas falsch machst, sondern weil wir alle Muster haben, die uns vertraut sind und uns daran hindern können, Neues zu entdecken. Genau hier kann ein externer Blick unterstützen. In einem geschützten Rahmen wird dein innerer Dialog hörbar, greifbar und vor allem verständlich. Die Kinesiologie bietet dafür wunderbare Möglichkeiten.


Wenn du spürst, dass du tiefer hinschauen möchtest, begleite ich dich gerne dabei.