Kennst Du Menschen, die sich über die kleinsten Dinge freuen können?
Ein Sonnenstrahl, der Duft von frischem Brot oder ein liebevolles Gespräch genügen, um ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Gleichzeitig gibt es Menschen, die scheinbar alles besitzen und dennoch das Gefühl haben, dass ihnen etwas fehlt.
Woran liegt das?
Die Antwort ist komplex. Glück entsteht weder ausschliesslich im Kopf noch allein im Herzen. Man kann Glück als Ergebnis eines feinen Zusammenspiels von Körper, Geist und Seele verstehen.
Jeder Mensch kommt mit einer individuellen biochemischen Ausgangslage zur Welt. Gene, die Entwicklung des Nervensystems, Erfahrungen in der Kindheit, Belastungen und unser Lebensstil beeinflussen, wie leicht unser Körper Glücksbotenstoffe wie Dopamin, Serotonin, Oxytocin oder Endorphine freisetzt.
Ich stelle mir das wie ein persönliches Glücksfenster vor.
Bei manchen Menschen ist dieses Fenster weit geöffnet. Schon kleine positive Erlebnisse lösen eine spürbare innere Freude aus. Ihr Nervensystem reagiert schnell auf schöne Momente.
Andere besitzen ein weniger weit geöffnetes Glücksfenster. Ihr Körper benötigt intensivere oder häufigere positive Reize, bevor dieselben biochemischen Prozesse in Gang kommen. Das bedeutet nicht, dass sie weniger glücklich sein können. Ihr Weg dorthin verläuft lediglich anders.
Unser Gehirn besitzt die erstaunliche Fähigkeit, sich ein Leben lang weiterzuentwickeln. Diese Anpassungsfähigkeit nennt man in der Wissenschaft Neuroplastizität.
Jede Erfahrung hinterlässt Spuren. Rituale, Bewegung, Verbundenheit, Natur, Meditation oder Momente tiefer Dankbarkeit können das Nervensystem beruhigen und die Fähigkeit stärken, Glück überhaupt wahrzunehmen.
Mit der Zeit kann sich das Glücksfenster erweitern. Nicht, weil das Leben plötzlich einfacher wird.
Sondern weil unser Inneres anders auf das Leben reagiert.
Ich verstehe Glück nicht als eine Belohnung für ein perfektes Leben.
Für mich ist es eher eine Verbindung. Eine Verbindung mit dem gegenwärtigen Moment, mit der eigenen Seele und mit dem Vertrauen, dass wir bereits vollständig sind.
Wenn Körper, Geist und Seele im Einklang schwingen, verändert sich nicht nur unsere innere Haltung. Auch unsere Biochemie reagiert darauf. Wissenschaft und Spiritualität stehen sich dabei nicht gegenüber. Sie beschreiben dieselbe Wirklichkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Rituale verändern vielleicht nicht die Welt, aber sie können etwas im Menschen verändern der einem Ritual begegnet.
Ein bewusstes Innehalten, Verabschieden oder Begrüssen, ein Dankbarkeitsritual, eine Kerze am Abend oder einige Minuten Stille schenken dem Nervensystem Sicherheit. Dadurch können jene Botenstoffe leichter freigesetzt werden, die mit Wohlbefinden, Vertrauen und Verbundenheit in Zusammenhang gebracht werden.
Vielleicht geht es beim Glück deshalb gar nicht darum, immer mehr zu suchen, sondern darum
das eigene Glücksfenster Schritt für Schritt weiter zu öffnen und so dem Leben (wieder) zu erlauben, uns zu berühren.
Wenn Du merkst, dass Dich dieses Thema persönlich anspricht oder Du Deinen Zugang zu deiner inneren Balance bewusster gestalten möchtest, kannst Du Dich gerne bei mir melden.
In einem persönlichen Gespräch klären wir gemeinsam, wo Du gerade stehst und welche Form von Begleitung oder Ritualarbeit Dich in Deiner aktuellen Lebenssituation unterstützen kann.
Ich nehme mir Zeit für Dein Anliegen und begleite Dich dort, wo Veränderung sanft und stimmig entstehen darf.

